Die umfangreiche Ausbildung an der ATM beinhaltete die folgenden nebenstehenden Lektionen.

 

Zudem befasste ich mich in der Ausbildung mit „Anatomie & Physiologie, Krankheiten Vorkenntnisse: Zellbiologie und Pathologie“.

Hier wurde grundlegendes Wissen vermittelt, welches die Basis für ein allgemeines Verständnis der tiermedizinischen Themengebiete für Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre bildet.

Die Allgemeine Pathologie befasst sich mit den allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten und Mechanismen der Entstehung von Krankheiten und den Ursachen, den krankhaften Veränderungen sowie mit dem Krankheitsverlauf und deren Auswirkungen im Körper. Sind die Inhalte der allgemeinen Pathologie verstanden, erschließen sich die krankhaften Prozesse aller Gewebe und Organe, unabhängig davon, wo im Körper diese stattfinden. Der Ablauf ist immer gleich.

Die Zellbiologie und allgemeine Histologie umfassen das grundsätzliche Verständnis zum Aufbau und zur Struktur von biologischen Geweben. Hierbei steht die Zell- oder Gewebemorphologie in der Regel in direktem Zusammenhang mit der Funktion, sodass eine Verknüpfung mit der Vermittlung grundlegender physiologischer und biochemischer Prozesse in der Gewebelehre einhergeht.

 

Weiterhin sind grundlegende Kenntnisse zu Infektionskrankheiten, sowie zu den Rechtsvorschriften im Umgang mit infektiösen Krankheiten (Tierseuchengesetz) für die Ausübung kurativer Tätigkeiten unumgänglich. Bei Vorliegen einer Infektionskrankheit sind therapeutische Untersuchungen und Behandlungen nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt oder sogar gänzlich untersagt. Aufgrund der sehr hohen Infektiosität ist besondere Vorsicht geboten und es sind vorgeschriebene Maßnahmen einzuhalten, um die Verbreitung derartiger Erkrankungen zu verhindern. Auch dieser Themenbereich wurde während der Ausbildung umfangreich unterrichtet.

 

Erkrankungen des endokrinen Systems bringen eine Fülle von Symptomen mit sich. Hierzu zählen beispielsweise: Änderungen des Temperaments und der Leistungsfähigkeit, Ab- und Zunahme des Körpergewichts, Haut- und Gewebsänderungen, Wachstumsstörungen sowie Infektanfälligkeit, Beeinflussung von Wach- und Schlafphasen bis hin zur Änderung von Gewohnheiten und Entstehung von psychischen Auffälligkeiten oder sogar der Beeinträchtigung kognitiver Leistungen. Die Einordnung der Symptomatiken der endokrinen Erkrankungen ist essenziell, da Störungen innerhalb des endokrinen Systems in direktem Zusammenhang mit dessen Versagen stehen. Ich bin stolz, auch zu diesem Thema ausgebildet worden zu sein.

 

Des Weiteren ist es entscheidend, die Leistungsphysiologie mit der Trainingslehre im Zusammenhang zu verstehen. Sowohl ein gesunder Bewegungsapparat als auch ein gesundes Herz-Kreislaufsystem und Atmungssystem sind entscheidend für die Leistungsfähigkeit eines Tieres.